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Byzantinischer Historiker, älteste Tochter von Alexius Comnenus, Kaiser von Konstantinopel (1081-1118). Sie wurde 1083 geboren und erhielt, wie es für byzantinische Prinzessinnen üblich war, eine hervorragende Ausbildung in den griechischen Klassikern, Geschichte, Geographie, Mythologie und sogar Philosophie. Sie war mit Nicephorus Bryennius verheiratet, dem Sohn eines ehemaligen Anwärters auf das kaiserliche Amt, und schloss sich 1118 einer Verschwörung an, um ihren Ehemann auf den Thron zu setzen. Sie scheiterte an ihrem Ehrgeiz und zog sich mit ihrer Mutter, der Kaiserin Irene, in ein Kloster zurück, das diese gegründet hatte, und schrieb dort in fünfzehn Büchern ihre berühmten „Alexias“. Es wurde 1148 fertiggestellt und beschreibt die Karriere ihres Vaters von 1069 bis zu seinem Tod 1118; Es ist somit eine Fortsetzung der „historischen Materialien“ ihres Mannes, die bis 1079 zurückreichen. Die Prinzessin ist die Historikerin der Geschicke der Familie Comneni. Ihre eigenen Beobachtungen sind oft wertvoll wegen ihres persönlichen Wissens und der engen Bekanntschaft mit öffentlichen Angelegenheiten, die sie ihrem hohen Rang verdankte, aber sie nutzte auch diplomatische Korrespondenz, die Berichte der Generäle und Soldaten ihres Vaters und die kaiserlichen Archive. Kritiker loben die Fülle und Wahlqualität ihrer historischen Informationen; Sie scheint so weit gegangen zu sein, in ihrem Bericht über Robert Guiscard eine lateinische zeitgenössische Chronik zu verwenden, die wahrscheinlich vom Erzdiakon von Bari geschrieben wurde. Gleichzeitig weisen sie auf den panegyrischen und ultra-kindlichen Charakter ihrer Arbeit hin, die formal dem Ruhm und der Ehre ihres Vaters gewidmet ist. Als echte Byzantinerin betrachtet sie die Kreuzzüge nur vom engen und selbstsüchtigen Standpunkt Konstantinopels aus und verabscheut alle Lateiner zutiefst. Die Chronologie ist fehlerhaft. Sie liebt es, Prachtszenen, große Staatsaktionen, Audienzen und Feste zu beschreiben, was auch immer konkret und malerisch ist. Sie ist auch nicht gegen Satire, Hofklatsch und Ablenkung. Tiefere Angelegenheiten, finanziell, militärisch, und konstitutionell, entziehen sich ihrem Zuständigkeitsbereich. Damit, jedoch, Krumbacher nennt es „eine der bemerkenswertesten Bemühungen der mittelalterlichen griechischen Geschichtsschreibung“, die erste bemerkenswerte Produktion der mittelalterlichen griechischen Renaissance, die von Psellos in Gang gesetzt und von der Familie der Prinzessin kraftvoll gefördert wurde. Sie bemüht sich in ihrem Vokabular um eine attische Eleganz, obwohl Konstruktion und Stil zu oft die Distanz zwischen ihr und den Modellen (Thukydides und Polybius) verraten, die sie nachahmen will. Sie vermeidet, als ungeeignet für die Feder eines Historikers, ungehobelte fremde Namen und vulgäre Begriffe. Ihre studierte Präzision in Sachen Hellenisierung lässt ihre Seiten im Vergleich zum kräftigen, lebendigen Griechisch des zeitgenössischen Volksverkehrs eine Art mumienähnliches Aussehen annehmen.

Quellen

Die Alexias wurde erstmals von POSSINUS (Paris, 1651;) P.G. CXXXI, 39-1244. Die beste Ausgabe ist die des Corpus Script. Byz., I (Bonn, 1839); II (1878), mit einer lateinischen Übersetzung. der Kommentar von DUCANGE, etc; KRUMBACHER, Gesch. d. Byzanz. Lit. (2. Aufl., 1902), S. 274-279. Er spricht von WALTER SCOTTS Graf Robert von Paris als „einer ziemlich unglücklichen Reproduktion“ der Alexias.

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APA-Zitat. Schahan, T. (1907). Anna Comnena. In der katholischen Enzyklopädie. New York: Robert Appleton Company. http://www.newadvent.org/cathen/01531a.htm

MLA Zitat. Schahan, Thomas. „Anna Comnena.“ Die katholische Enzyklopädie. Vol. 1. New Yorker: Robert Appleton Company, 1907. <http://www.newadvent.org/cathen/01531a.htm>.

Transkription. Dieser Artikel wurde für New Advent von Paul T. Crowley transkribiert. Dem Unbefleckten Herzen gewidmet.

Kirchliche Approbation. Nihil Obstat. 1. März 1907. Remy Lafort, S.T.D., Zensor. Imprimatur. John Kardinal Farley, Erzbischof von New York.

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